| Anschrift: |
Kirchweg 1, 34260 Kaufungen, Tel. 05605/80070 |
| Gründungsjahr: |
1986 |
| Gelände (Lage/Größe/Eigentum oder
Pacht): |
Ländlich (aber im Dorfkern), 10.000 qm,
Eigentum |
| Zahl der Gebäude: |
Mehrere Wohnhäuser, Gewerbehallen sowie
sämtliche Arbeitsbereiche, Bauernhof |
| Tiere auf dem Gelände: |
Kühe und Schweine auf dem Hof, Hühner,
Katzen, Hasen und Meerschweine |
| Mitglieder (Erwachsene/Kinder und
Jugendliche): |
72 Mitglieder, davon 54 Erwachsene und
18 Kinder |
| Arten des Zusammenlebens: |
Familien, Singles, Pärchen und Mehrfachbeziehungen
(Homo- und Heterosexuelle), teilweise mit PartnerInnen außerhalb
der Kommune |
| Arten des Zusammenwohnens: |
Es gibt 12 Wohngruppen mit je 2-9 BewohnerInnen
(Erwachsene und Kinder), des weiteren werden Räumlichkeiten an Nicht-Mitglieder
vermietet |
| Aufnahmegebühr: |
Keine |
| Offen für neue Mitglieder: |
Ja, nach Ablauf einer drei- bis sechsmonatigen
Probezeit |
| Ökologische Leitideen: |
Ökologische Produktion, ökologischer
Konsum, Motto: Mehr nutzen, als besitzen! |
| Spirituelle Leitideen: |
Keine spezifischen |
| Soziale Leitideen: |
Gemeinsam leben und kollektiv arbeiten,
gemeinsame Ökonomie, gemeinsame Entscheidungen, Abbau kleinfamiliärer
Strukturen, Gleichberechtigung der Geschlechter, Bedürfnisprinzip
und soziale Verantwortung |
| Sonstige Leitideen: |
Linkes Politikverständnis |
| Strategien zur Umsetzung: |
Gemüseanbau nach Biolandrichtlinien,
Vollholzverarbeitung in der Schreinerei, biologische Baustoffe im
Baubetrieb, Regenwassersammelanlagen, Blockheizkraftwerk, Stückholzheizung,
Gasheizung, Solaranlage, Finanzierung von Windkraftanlagen, abfallreduziertes
Einkaufen, Konsensprinzip, Mitarbeit bei politischen Initiativen,
Arbeitsaufteilung je nach Fähigkeit, Kinderbetreuung und Haushalt
werden von allen erledigt, Konsumverzicht, Gasauto |
| Probleme: |
Wenig Lob für die einzelnen Mitglieder,
Eifersucht, Angst vor Liebesentzug, persönliche Probleme sind die
schwierigsten |
| Gebote/Verbote und Rechte/Pflichten: |
/ |
| Berufe der Mitglieder außerhalb
der Gemeinschaft: |
Einige arbeiten in Kassel als PsychologInnen,
So-zialpädagogin, in Pflegeberufen, in Ausbildung, |
| Berufliche Arbeiten für die Gemeinschaft: |
Tagungs- und Begegnungshaus, integrative
Kin-dertagesstätte (nicht nur für Kommunekinder), Verein für Ökologie,
Gesundheit und Bildung, Schlosserei, Schreinerei, Planungsbüro,
Gemüseanbau, Tierhaltung, Großküche, Näh- und Lederwerkstatt, Verwaltung,
Druckwerkstatt |
| Regelung der Arbeitsaufteilung: |
Je nach Wunsch, Fähigkeit und Notwendigkeit |
| Sicherung der Existenzgrundlage: |
Lohn und Einkünfte, Seminargelder, Arbeitslosenhilfe,
Kindergeld |
| Ernährungsprinzipien: |
Weitestgehend Lebensmittel aus biologischem
Anbau |
| Einnahme der Mahlzeiten: |
Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen,
jeweils um 8 Uhr, um 13 Uhr und um 18 Uhr |
| Ernährung aus eigenem Anbau: |
Gemüse, Viehhaltung |
| Entscheidungsorgane: |
Plenum 1x wöchentlich, Kleingruppen sowie
Arbeitsbereiche |
| Entscheidungsprinzip: |
Konsens |
| Deckung laufender Kosten der Gemeinschaft: |
Gemeinsame Kasse, in die alle Einkommen
und sonstigen Gelder eingezahlt werden |
| Bezüge von außen: |
Darlehen von Banken, Stiftungen und Freunden
für Gebäudekauf und renovierung |
| Gemeinschaftsvermögen: |
Haus und Hof, alle Mitglieder trennen
sich von privatem Geld zugunsten der gemeinsamen Ökonomie |
| Technische Hilfsmittel als Gemeinschaftseigentum: |
7 Autos, 3 Transportfahrzeuge |
| Technische Hilfsmittel als Privateigentum: |
Eine Person benötigt einen E-Rollstuhl
und Hilfs-mittel, ansonsten gibt es kaum Privateigentum |
| Regelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: |
1x wöchentlich Plenum sowie ein fester
Wohn-gruppenabend, Weihnachtsfeuer auf einem nahegelegenen Berg,
1x pro Jahr ein Hoffest, 2x jährlich Klausurtage |
| Unregelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: |
Geburtstagsfeiern |
| Austausch mit anderen Gemeinschaften: |
Es gibt einige Projekte in der Umgebung,
zu denen ein freundschaftlicher und/oder ökonomischer Kontakt besteht,
ein regionales Kommune-Essen, bundesweit ein jährliches Kommunetreffen
(1991 war Niederkaufungen Gastgeber), Verbindungen zu Projekten
in Dänemark, Portugal, Israel, den USA und Neuseeland |
| Privater Alltag: |
Nicht einheitlich |