ÖkoLeA Klosterdorf e.V.
(Ökologische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft)

Anschrift: Hohensteiner Weg 3, 15345 Klosterdorf
Gründungsjahr: 1992
Gelände (Lage/Größe/Eigentum oder Pacht): Ländliche Gegend, 8854 qm, Eigentum
Zahl der Gebäude: 1 Wohnhaus, 1 Wohn- und Gemeinschaftshaus, 1 Kuhstall, 1 Scheune, 12 Bauwagen, 2 Wohnwagen
Tiere auf dem Gelände: 1 Hund, Katzen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen
Mitglieder (Erwachsene/Kinder und Jugendliche): 19 Erwachsene und 11 Kinder (2-12 Jahre)
Arten des Zusammenlebens: Familien, Singles
Arten des Zusammenwohnens: WGs, Familienwohnung, Bauwagen, 1 Wohnung nicht auf dem Gelände
Aufnahmegebühr: 3 Netto-Monatseinkommen
Offen für neue Mitglieder: Eingeschränkt aus Mangel an Wohnraum
Ökologische Leitideen: Ökologisches Bauen, Leben und Wirtschaften
Spirituelle Leitideen: Keine
Soziale Leitideen: Nicht-patriarchale, herrschafts- und gewaltfreie Beziehungen, gegenseitige Hilfe
Sonstige Leitideen: Gemeinsamer Aufbau kultureller und gesellschaftspolitischer Projekte, Schaffung des Modells eines menschenwürdigen und umweltverträglichen Lebens
Strategien zur Umsetzung: Verwendung baubiologischer Materialien, Komposttoiletten, Schilfkläranlage, Permakultur, biologische Ernährung, Bildung von Partnergruppen bei Konflikten, gemeinsame Kinderbetreuung, Integration Hilfsbedürftiger, Trennung von Leistung und Konsum, Aufbau eines Bildungswerks und einer Biobäckerei
Probleme: Widerspruch zwischen vorhandenem Geld und den Kosten für ökologisches Bauen, Zeitmangel, fehlende Fachkompetenz bei Eigenarbeiten, Kinder brauchen viel Zeit und Kraft, Gemeinschaftsprozesse ebenso
Gebote/Verbote und Rechte/Pflichten: Keine festgelegten, Regeln und Aufgabenvertei-lungen werden laufend neu erarbeitet
Berufe der Mitglieder außerhalb der Gemeinschaft: 5 Mitglieder arbeiten außerhalb in einer Vollzeitstelle (als Architekt, Informatiker, Berufsschullehrerin, Grundschullehrer), 3 auf dem Hof in eigenen Büros
Berufliche Arbeiten für die Gemeinschaft: 3 Halbzeitkräfte, ansonsten freiwillige Mitarbeit
Regelung der Arbeitsaufteilung: Nach Notwendigkeit, Lust, Fähigkeit und Einsicht zur Erfüllung aller Aufgaben, nicht freiwillig übernommene Aufgaben, werden verteilt
Sicherung der Existenzgrundlage: Durch die gemeinsame Kasse, in die alle Einkommen einfließen
Ernährungsprinzipien: Ein Teil lebt vegetarisch, sonst möglichst Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau
Einnahme der Mahlzeiten: Eine warme Mahlzeit am Tag gemeinsam, die eine/r für alle kocht, die restlichen Mahlzeiten individuell oder in Kleingruppen
Ernährung aus eigenem Anbau: Soweit es der Garten hergibt, von Jahr zu Jahr wird es mehr
Entscheidungsorgane: Wöchentliches Plenum (Mitgliederversammlung)
Entscheidungsprinzip: Konsens (nichtanwesende Mitglieder können innerhalb von 3 Wochen Einspruch einlegen)
Deckung laufender Kosten der Gemeinschaft: 40-60% des monatlichen Einkommens gehen in eine Gemeinschaftskasse, davon werden Miete, Lebensmittel, Kinderbetreuung, Haushaltsbedarf usw. gedeckt
Bezüge von außen: GLS-Kredit, Spenden, Fördermittel aus Stiftungen, Einnahmen durch Seminare und Verkauf von Gartenprodukten
Gemeinschaftsvermögen Ja, Grundstück und Gebäude, Autos, Werkzeuge
Technische Hilfsmittel als Gemeinschaftseigentum: 5 Autos, 1 Schwalbe, Solaranlage, Brennwerttechnik, Metall- und Holzwerkzeug, landwirtschaftliche Geräte, Telefon und Anrufbeantworter, Waschmaschine, Computer, Kopierer
Technische Hilfsmittel als Privateigentum: 4 Autos, 2 Videorecorder, 7 Computer, Fax und Telefon
Regelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: 4x pro Jahr das kleine Kommunetreffen, 1x jährlich das große Komunetreffen (an diesen Treffen nehmen nicht unbedingt alle teil) , 1x monatlich sontags Plenum und Tag der offenen Tür, 1x jährlich Hoffest, Weihnachtsessen mit Obdachlosen, Osterfeuer, 2x jährlich Begegnungstage
Unregelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: Musikalische Vorträge, Volkstanz für Kinder, Bauchtanz, manchmal Sonntagssingen in der Kirche
Austausch mit anderen Gemeinschaften: Bei den Kommunetreffen
Privater Alltag: Privatsphäre ist durch Wohnbereiche gesichert, Rückzugsmöglichkeiten sind gegeben, einige verbringen 1-3 Tage pro Woche in Berlin

 

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