| Anschrift: |
Stiftung Synanon, Bernburger Str. 10,
10963 Berlin, Tel.: 030 / 55 000 0, Fax: 030 / 55 000 220, E-Mail:
stiftung@synanon.de
Synanon Gut Schmerwitz GGmbH, Dorfstr. 8, 14827 Schmerwitz, Tel.:
033849 / 76 0, Fax: 033849 / 830, E-Mail: gut_schmerwitz@synanon.de
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| Gründungsjahr: |
1971 Gründung der Suchthilfegemeinschaft
Synanon |
| Gelände (Lage/Größe/Eigentum oder
Pacht): |
Ländliches Gut in Schmerwitz mit 1300
ha Nutzfläche, städtische Lage in Berlin, beide Einrichtungen sind
Eigentum von Synanon |
| Zahl der Gebäude: |
1 Haus in Berlin und mehrere Häuser auf
dem Gut Schmerwitz in Brandenburg |
| Tiere auf dem Gelände: |
880 Schafe, 250 Schweine, 26 Sauen, 1500
Legehennen, 270 Milchkühe, 300 Kälber, 72 Ochsen, 33 Bienenvölker |
| Mitglieder (Männer/Frauen/Kinder
und Jugendliche): |
Ständig leben 320 Erwachsene und Kinder
in beiden Häusern, davon über 130 in Berlin |
| Arten des Zusammenlebens: |
Familien, Paare, Singles |
| Arten des Zusammenwohnens: |
1- und 2-4-Bett-Zimmer |
| Aufnahmegebühr: |
Keine |
| Offen für neue Mitglieder: |
Ja, sofern sie den Wunsch haben, ohne
Suchtmittel und Kriminalität in der Gemeinschaft zu leben. In den
ersten 14 Tagen ihres Hierseins leben Neuaufgenommene mit uns zur
Probe, um Synanon richtig kennenzulernen. Danach findet ein Aufnahmegespräch
statt, in dem sie sich entscheiden, ob sie bleiben möchten, bei
§ 35 BtmG findet das Aufnahmegespräch sofort statt. |
| Ökologische Leitideen: |
Ökologischer Landanbau, artgerechte Tierhaltung,
seit 1995 werden "Demeter"-Produkte selbst vermarktet |
| Spirituelle Leitideen: |
/ |
| Soziale Leitideen: |
Gemeinsamer Entzug, gemeinsames und geregeltes
Leben und Arbeiten, Hilfe durch eine straffe Hierarchie, Selbsthilfe
lernen. |
| Sonstige Leitideen: |
Ehrlichkeit zu sich selbst und zu anderen |
| Strategien zur Umsetzung: |
Chemiefreier Anbau und ein ausgewogenes
Verhältnis zwischen Viehbestand und bewirtschafteten Flächen, naturnahe
Tierhaltung, Kinderbetreuung, gezielte Förderung von Kindern mit
einem fetalen Alkoholsyndrom (Alkohol während der Schwangerschaft),
jede/r Süchtige wird aufgenommen, das Haus hat 24 Stunden am Tag
geöffnet, Möglichkeit beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung |
| Probleme: |
Scherfälligkeit der öffentlichen Verwaltungen
z.B. bei Baugenehmigungen |
| Gebote/Verbote und Rechte/Pflichten: |
Keine Drogen, keine Gewalt oder deren
Androhung und keinen Tabak auf dem Gelände |
| Berufe der Mitglieder außerhalb
der Gemeinschaft: |
Alle arbeiten in der Gemeinschaft |
| Berufliche Arbeiten für die Gemeinschaft: |
Die Mitglieder arbeiten in den folgenden
Zweckbetrieben: in der Tischlerei, der Druckerei mit Fotosatz und
Repro-Abteilung, dem Naturkostladen, dem Haus- und Gebäudereinigungsbetrieb
nach Hausfrauenart Clean up", dem Verlag (der die Fachzeitschrift
Suchtreport" herausgibt), der Wäscherei, im Café Kunstpause,
im Umzugsbetrieb (für Transporte, Nah- und Fernumzüge), in der Töpferei,
im landwirtschaftlichen Betrieb in der Mark Brandenburg, der sich
auf ökologischen Landbau spezialisiert hat |
| Regelung der Arbeitsaufteilung: |
Nach Absprache |
| Sicherung der Existenzgrundlage: |
Die Existenzgrundlage der einzelnen Mitglieder
wird durch die Gemeinschaft gesichert |
| Ernährungsprinzipien: |
Sinnvolle Ernährung mit Vollwertkost |
| Einnahme der Mahlzeiten: |
Gemeinsam: 7:00, 12:00, 18:00 Uhr |
| Ernährung aus eigenem Anbau: |
Vieles wird selbst angebaut und hergestellt |
| Entscheidungsorgane: |
Die Gemeinschaft |
| Entscheidungsprinzip: |
Hierarchieprinzip (wer länger dabei ist,
hat mehr zu sagen) |
| Deckung laufender Kosten der Gemeinschaft: |
Private Spenden, Zweckbetriebe |
| Bezüge von außen: |
Geldzuweisungen der Gerichte, Spenden,
Zuschüsse der öffentlichen Hand, Möbelschenkungen |
| Gemeinschaftsvermögen: |
Gebäude und Gelände in Berlin und Schmerwitz |
| Technische Hilfsmittel als Gemeinschaftseigentum: |
Landwirtschaftliche Geräte, Umzugs-LKW,
technische Geräte für sämtliche Arbeitsbereiche, Autos etc. |
| Technische Hilfsmittel als Privateigentum: |
/ |
| Regelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: |
Synanon-Spiel als Form des Gruppengesprächs |
| Unregelmäßige Aktivitäten der Gemeinschaft: |
/ |
| Austausch mit anderen Gemeinschaften: |
Ja |
| Privater Alltag: |
Im ersten halben Jahr besteht eine Kontaktpause
nach außen. Arbeit, Gruppengespräche, Freizeitaktivitäten |