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Anhang
Anhang
A: Begriffsdefinitionen
accountability (auch: corporate accountability):
Rechenschaftspflicht
der Unternehmen.
Berichterstattung/
Reporting:
Oberbegriff für die Darstellung
und Offenlegung unternehmensbezogener
Informationen für Stakeholder.
best
practise:
Optimales Verfahren, vorbildliche
Lösung.
business
case:
Angelegenheit der Wirtschaft (-sunternehmen).
license
to operate:
‚Betriebsgenehmigung'; hier gebraucht
im übertragenen Sinne einer
‚gesellschaftlichen Betriebsgenehmigung',
die Firmenaktivitäten aus
gesellschaftlicher Perspektive legitimiert.
Nachhaltigkeit
/ Sustainability / Sustainable Development:
Die synonymen Begriffe beschreiben
das Ziel einer Entwicklung, die auf
Dauer aufrechterhalten werden kann.
Dabei sollen ökologische,
ökonomische und soziale Aspekte
idealiter gleichzeitig verwirklicht
werden, um zu ermöglichen, dass
heutige Generationen ihre Bedürfnisse
befriedigen können, ohne folgenden
Generationen die Chance auf
Bedürfnisbefriedigung zu nehmen.
Nachhaltigkeitskommunikation
ist PR im Rahmen einer Strategie zur
Ausrichtung eines Unternehmens an
den Prinzipien der Nachhaltigkeit. N.
ist gekennzeichnet durch Kommunikationsprozesse
über ökonomische,
ökologische und soziale Fragestellungen,
die selbst die Prinzipien der
Nachhaltigkeit verinnerlichen. Dabei
werden Partizipation, Konflikt-
ausgleich und Reflexion zum Maßstab
für Kommunikation.
Unabdingbar
sind für N. eine offene, dialogische Kommunikationsweise
und die Bereitstellung authentischer
Informationen über den Umsetzungs-
stand der Ziele Ökologie, Soziales
und Ökonomie im jeweiligen Unter-
nehmen. Die von solchen Prozessen
ausgehende Handlungsorientierung
soll idealiter zu gesellschaftlich
legitimierten unternehmerischen Politiken
führen und dafür sorgen, dass die
notwendigen Veränderungen in der
Produktion und derem Umfeld begonnen
werden. N. kann sich im
Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit
von Unternehmen verschiedener
Instrumente und Medien bedienen,
wie bspw. dem Sustainable-
Development-Report, dem Internet
oder Unternehmensdialogen.
nachhaltigkeitsorientierte
Kommunikation:
Kommunikative Aussagen und Maßnahmen,
deren Gegenstand
Nachhaltigkeit ist.
Stakeholder:
Inhaber ideeller und/oder materieller
Ansprüche an das Unternehmen.
Auch ‚Anspruchs'- bzw. ‚Bezugsgruppen'
oder ‚unternehmensrelevante
Teilöffentlichkeiten' genannt. In
Analogie zumShareholder-Begriff
(gemeint
sind Anteilseigner des Unternehmens)
wurde die Bezeichnung v.a. für
gesellschaftliche Gruppierungen
entwickelt, die nicht in einem vertraglichen
Austauschverhältnis zum Unternehmen
stehen.
Stakeholder-Dialog:
Unternehmerisches Kommunikationsinstrument;
direkteste Form des
Dialogs zwischen Unternehmen und
Stakeholdern.
Sustainable-Development-Reporting:
Unternehmerisches Kommunikationsinstrument
in der Form von
Unternehmensberichten, das idealiter
den Prozess der Nachhaltigkeits-
kommunikation (s.o.) verwirklicht,
indem nachhaltigkeitsrelevante
Informationen offengelegt werden
und über die ergriffenen Maßnahmen
berichtet wird, die zur Verwirklichung
ökologischer, ökonomischer und
sozialer Nachhaltigkeitsziele beitragen.
sweatshops:
Abwertende Bezeichnung für eine
Fabrik mit schlechten Arbeitsbedin-
gungen und schlechter Bezahlung
für die Arbeiter.
Win-win-Situation:
Wechselseitige Besserstellung durch abgestimmte
Veränderungsprozesse.