7  Anhang

Anhang A: Begriffsdefinitionen

accountability (auch: corporate accountability):
      
Rechenschaftspflicht der Unternehmen.

Berichterstattung/ Reporting:
      Oberbegriff für die Darstellung und Offenlegung unternehmensbezogener
      Informationen für Stakeholder.

best practise:
      Optimales Verfahren, vorbildliche Lösung.

business case:
      Angelegenheit der Wirtschaft (-sunternehmen).

license to operate:
      ‚Betriebsgenehmigung'; hier gebraucht im übertragenen Sinne einer
      ‚gesellschaftlichen Betriebsgenehmigung', die Firmenaktivitäten aus
      gesellschaftlicher Perspektive legitimiert.

Nachhaltigkeit / Sustainability / Sustainable Development:
      Die synonymen Begriffe beschreiben das Ziel einer Entwicklung, die auf
      Dauer aufrechterhalten werden kann. Dabei sollen ökologische,
      ökonomische und soziale Aspekte idealiter gleichzeitig verwirklicht
      werden, um zu ermöglichen, dass heutige Generationen ihre Bedürfnisse
      befriedigen können, ohne folgenden Generationen die Chance auf
      Bedürfnisbefriedigung zu nehmen.

Nachhaltigkeitskommunikation ist PR im Rahmen einer Strategie zur
      Ausrichtung eines Unternehmens an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. N.
      ist gekennzeichnet durch Kommunikationsprozesse über ökonomische,
      ökologische und soziale Fragestellungen, die selbst die Prinzipien der
      Nachhaltigkeit verinnerlichen. Dabei werden Partizipation, Konflikt-
      ausgleich und Reflexion zum Maßstab für Kommunikation.

      Unabdingbar sind für N. eine offene, dialogische Kommunikationsweise
      und die Bereitstellung authentischer Informationen über den Umsetzungs-
      stand der Ziele Ökologie, Soziales und Ökonomie im jeweiligen Unter-
      nehmen. Die von solchen Prozessen ausgehende Handlungsorientierung
      soll idealiter zu gesellschaftlich legitimierten unternehmerischen Politiken
      führen und dafür sorgen, dass die notwendigen Veränderungen in der
      Produktion und derem Umfeld begonnen werden. N. kann sich im
      Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen verschiedener
      Instrumente und Medien bedienen, wie bspw. dem Sustainable-
      Development-Report, dem Internet oder Unternehmensdialogen.

nachhaltigkeitsorientierte Kommunikation:
      Kommunikative Aussagen und Maßnahmen, deren Gegenstand
      Nachhaltigkeit ist.

Stakeholder:
      Inhaber ideeller und/oder materieller Ansprüche an das Unternehmen.
      Auch ‚Anspruchs'- bzw. ‚Bezugsgruppen' oder ‚unternehmensrelevante
      Teilöffentlichkeiten' genannt. In Analogie zum
Shareholder-Begriff (gemeint
      sind Anteilseigner des Unternehmens) wurde die Bezeichnung v.a. für
      gesellschaftliche Gruppierungen entwickelt, die nicht in einem vertraglichen
      Austauschverhältnis zum Unternehmen stehen.

Stakeholder-Dialog:
      Unternehmerisches Kommunikationsinstrument; direkteste Form des
      Dialogs zwischen Unternehmen und Stakeholdern.

Sustainable-Development-Reporting:
      Unternehmerisches Kommunikationsinstrument in der Form von
      Unternehmensberichten, das idealiter den Prozess der Nachhaltigkeits-
      kommunikation (s.o.) verwirklicht, indem nachhaltigkeitsrelevante
      Informationen offengelegt werden und über die ergriffenen Maßnahmen
      berichtet wird, die zur Verwirklichung ökologischer, ökonomischer und
      sozialer Nachhaltigkeitsziele beitragen.

sweatshops:
      Abwertende Bezeichnung für eine Fabrik mit schlechten Arbeitsbedin-
      gungen und schlechter Bezahlung für die Arbeiter.

Win-win-Situation:
     Wechselseitige Besserstellung durch abgestimmte Veränderungsprozesse.

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